Entdecken Sie die bedeutendsten Kirchen von Salvador: architektonische Stile, Geschichte, religiöser Synkretismus und praktische Tipps für den Besuch dieser Sehenswürdigkeiten – von Bauwerken aus der Kolonialzeit bis hin zu zeitgenössischen Werken.
Kirchen in Salvador (BA): architektonische und historische Schätze
Salvador, die erste Hauptstadt Brasiliens, verfügt über ein beeindruckendes religiöses Erbe – rund 160 Kirchen –, das den Einfluss des Katholizismus, das Talent der Handwerker und die kulturelle Begegnung zwischen Europa und Afrika widerspiegelt. Vom üppigen Barock bis hin zum Neoklassizismus und zur Neugotik sind diese Kirchen zugleich Orte der Erinnerung und des Glaubens.

Religiosität und Synkretismus
Die Religiosität in Salvador verbindet katholische Feierlichkeiten mit Bräuchen afrikanischen Ursprungs. Der Candomblé ist in Hunderten von Terreiros und bei Volksfesten – wie der „Lavagem do Bonfim“ – präsent, die den für die Stadt typischen religiösen Synkretismus veranschaulichen.
Religiöse Höhepunkte
Einige Tempel und Veranstaltungen sollte man sich bei einem Besuch in Salvador auf keinen Fall entgehen lassen:
- Kirche und Kloster São Francisco — Innenraum reich mit vergoldeten Holzschnitzereien verziert (für die Verzierungen wurden über 100 kg Gold verwendet).
- Kirche Senhor do Bonfim – bekannt für die „Lavagem das Escadarias“ und die Bändchen; Deckenmalereien von Francisco Velasco (1820).
- Kirche „Nossa Senhora do Rosário dos Pretos“ – historische Verbindung zur afro-brasilianischen Bevölkerung; Messen mit traditionellen afrikanischen Rhythmen.
- Heiligtum der Heiligen Dulce dos Pobres – Grabstätte und Gedenkstätte der ersten in Brasilien geborenen Heiligen, Schwester Dulce.
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Siehe auch: Entwicklung und Geschichte der bildenden Künste im Nordosten und Altstadt von Salvador.
Architektonische Merkmale der Kolonialkirchen
Die Kirchen von Salvador vereinen europäische Einflüsse, die an den lokalen Kontext angepasst wurden:
- Stile: Vorherrschaft des Barocks und des Rokoko, mit einem Übergang zum Neoklassizismus und vereinzelten Elementen der Neugotik.
- Vergoldete Holzschnitzereien: Altäre und Paneele aus geschnitztem Holz, die mit Blattgold überzogen sind.
- Portugiesische Kachelmalerei: narrative Wandbilder in Kreuzgängen und Korridoren.
- Schlichte Fassaden: Kontrast zwischen nüchternen Außenbereichen und opulenten Innenräumen.
- Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes: Mittelschiff, Querschiff und Seitenkapellen.
- Synkretismus: Einbeziehung afro-brasilianischer Praktiken in Feierlichkeiten und Riten.
- Lokale Materialien: Stein, Mörtel und tropische Hölzer, die an das Klima angepasst sind.
Die wichtigsten erwähnten Kirchen
- Kathedrale und Primatialbasilika von Salvador
- Kloster Santa Teresa (Museum für sakrale Kunst / UFBA)
- Kirche der Bedrängten
- Bonfim-Kirche
- Basilika „Nossa Senhora da Conceição da Praia“
- Kirche „Unsere Liebe Frau von Mont Serrat“
- Kirche „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz der Schwarzen“
- Kirche und Kloster des Heiligen Franziskus
- Kirche des Dritten Ordens des Heiligen Franziskus
- Kirche „Nossa Senhora do Pilar“ und „Santa Luzia“
- Kirche „Unsere Liebe Frau der Meere“
- Pfarrei „Nossa Senhora dos Alagados“
- Kirche und Kloster Santa Clara do Desterro
- Wallfahrtsort „Santa Dulce dos Pobres“
- Kirche Unserer Lieben Frau vom Sieg
- Kirche Santo Antônio Além do Carmo
Ausgewählte Kirchen (Zusammenfassung)
1. Kathedrale und Primatialbasilika von Salvador
Gründung: 17. Jahrhundert – 1672 fertiggestellt. Standort: Terreiro de Jesus, Pelourinho, Altstadt von Salvador (BA).
Die Kathedrale ist Sitz der Erzdiözese Salvador und beherbergt mit ihren 13 Altären einen reichen Bestand an sakraler Kunst. Die Fassade ist mit Lioz-Steinen verkleidet, die aus Portugal stammen. Der Komplex, der an das ehemalige Jesuitenkolleg angeschlossen ist, wurde im Laufe der Zeit für zivile und akademische Zwecke umgestaltet.
Denkmalschutz: IPHAN, 1938.



2. Kloster Santa Teresa (Museum für sakrale Kunst / UFBA)
Standort: Rua do Sodré, 276 – Altstadt von Salvador (BA).
Ein Klosterkomplex aus dem 17. Jahrhundert, der als eines der bedeutendsten Beispiele kolonialer Sakralarchitektur im Nordosten gilt. Er besticht durch seine Gärten und den Panoramablick auf die Bucht von Todos-os-Santos.
Das Gebäude beherbergt das Museum für sakrale Kunst (UFBA) mit einer Sammlung von rund 1.400 Exponaten – darunter Holz- und Terrakottafiguren, Skulpturen, Gemälde, Kachelbilder, Silbergeschirr und Möbel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.



3. Kirche der Bedrängten
Lage: Rua dos Aflitos – Altstadt von Salvador (BA).
Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert mit Spendengeldern und Spenden des Portugiesen Antônio Soares erbaut und steht an einem Hang der geologischen Verwerfung, an der heute die Av. do Contorno verläuft. Von hier aus hat man einen Blick auf die Bucht von Todos-os-Santos und die Häuser von Gamboa; es handelt sich um einen der wenigen erhaltenen Aussichtspunkte der Stadt.
Die Umgebung zeichnet sich durch Häuser aus dem 19. Jahrhundert aus und ist landschaftlich und historisch wertvoll.
Besuchszeiten: Montag bis Freitag, von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 14:30 bis 18:00 Uhr (Änderungen vorbehalten).

4. Kirche „Senhor do Bonfim“
Gründung: 1745
Ort: Praça Senhor do Bonfim, Stadtteil Bonfim (Colina Sagrada), Salvador – BA.
Die Bonfim-Kirche ist die beliebteste Kirche in Bahia und ein Symbol für Glauben und kulturellen Synkretismus. Besonders hervorzuheben sind der Saal der Wunder und das Votivbild-Museum sowie die teilweise mit Kacheln verkleidete Fassade und das im neoklassizistischen Stil gehaltene Innere.
Die Tore und Geländer sind meist mit Tausenden von Bändchen des Senhor do Bonfim bedeckt, Amuletten, die von Gläubigen dort hinterlassen wurden. Die traditionelle Lavagem do Bonfim – die am zweiten Donnerstag nach dem Dreikönigstag stattfindet – zieht Pilger und Touristen an und ist eine der größten Volksfeste in Bahia.



Siehe auch die Geschichte der Geschichte der Bonfim-Kirche
5. Kirche / Basilika „Nossa Senhora da Conceição da Praia“
Gründung: 1549
Ort: Rua da Conceição da Praia, Comércio – in der Nähe des Lacerda-Aufzugs und des Mercado Modelo, Salvador (BA).
Die Kirche, die ursprünglich in der Kolonialzeit erbaut wurde, wurde aus Lioz-Steinen aus Portugal errichtet. Besonders hervorzuheben ist das illusionistische Deckengemälde im Kirchenschiff, das 1772 von José Joaquim da Rocha geschaffen wurde – ein bedeutendes Werk der bahianischen Malerschule.
Die Kirche bewahrt die Ruinen des ersten Gebetshauses der Stadt und beherbergt eine bedeutende Sammlung sakraler Kunstwerke. Die Fassade weist neoklassizistische Züge und diagonal angeordnete Türme auf, wodurch sie sich von anderen Kolonialkirchen unterscheidet.
Deckenmalerei: illusionistisches Wandgemälde (José Joaquim da Rocha, 1772) mit einer beeindruckenden Fläche im Hauptschiff (ca. 633 m²) und monumentalen Ausmaßen – Technik: Ölmalerei.

6. Kirche „Nossa Senhora de Mont Serrat“
Gründung: um 1580 • Standort: Rua Santa Rita Durão, Ponta do Humaitá – Salvador (BA).
Die Entstehung wird der Amtszeit des Generalgouverneurs Francisco de Sousa zugeschrieben; der heutige Komplex stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wobei der Entwurf dem italienischen Architekten Baccio de Filicaya zugeschrieben wird. Die auf einem Felsen direkt am Meer erbaute Kirche fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und weist eine enge historische Verbindung zum Kloster São Bento auf, dem sie gestiftet wurde.
Im Laufe der Zeit wurde sie renoviert (Anfang des 20. Jahrhunderts) – der Hochaltar erhielt Verzierungen aus der Kirche São Bento – und beherbergt bemerkenswerte Bildnisse, wie den „São Pedro Arrependido“, der Frei Agostinho da Piedade zugeschrieben wird. Das Ensemble wurde vom IPHAN unter Denkmalschutz gestellt.



Anlage aus dem 16. und 17. Jahrhundert nach einem Entwurf von Baccio de Filicaya; vom IPHAN unter Denkmalschutz gestellt.
7. Kirche „Nossa Senhora do Rosário dos Pretos“
Gründung: Ende des 18. Jahrhunderts (Bauzeit 1704–1796)
Ort: Praça José de Alencar, Largo do Pelourinho, Altstadt von Salvador (BA).
Die von versklavten schwarzen Gläubigen errichtete Kirche verfügt über eine Fassade im Rokoko-Stil und ein Interieur mit Kachelvertäfelungen, neoklassizistischen Altären sowie drei Heiligenbildern aus dem 18. Jahrhundert (Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, der Heilige Antonius von Cartagerona und der Heilige Benedikt). An der Decke befindet sich ein Wandgemälde von José Joaquim da Rocha.
Auf dem Gelände befindet sich ein Sklavenfriedhof, und der Tempel zeichnet sich durch seinen Synkretismus aus: In Messen und Feierlichkeiten fließen Rhythmen und Instrumente afrikanischen Ursprungs (Atabaques, Agogôs, Pandeiros) ein.
Gottesdienste und Zeiten: Messen mit Atabaques dienstags (18 Uhr) und sonntags (10 Uhr) – bitte erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch nach den genauen Zeiten.


8. Kirche und Kloster São Francisco
Gründung: um 1587; umfangreiche Bauarbeiten und Umbauten zwischen 1686 und 1723.
Ort: Largo do Cruzeiro de São Francisco, Pelourinho – Altstadt von Salvador (BA).
Eines der bemerkenswertesten Bauwerke des portugiesischen Barocks in Brasilien: ein reich verziertes Interieur mit vergoldeten Holzschnitzereien, Kachelwänden aus Lissabon, Altären und Gemälden. Der Wiederaufbau nach der niederländischen Invasion (1624) und die von Frei Vicente das Chagas (ab 1686) geleiteten Erweiterungen führten zu dem monumentalen Ensemble, das wir heute sehen.
Die 1713 geweihte Kirche wurde in den folgenden Jahrzehnten mit Vergoldungen, Kachelarbeiten und Ornamenten versehen, die sie zu einem Meilenstein der kolonialen Sakralkunst machen.



Erfahren Sie mehr über San Francisco
9. Kirche des Dritten Ordens des Heiligen Franziskus
Gründung: 1703 (Grundsteinlegung am 1. Januar 1702).
Ort: Rua da Ordem Terceira, Pelourinho – Altstadt von Salvador (BA).
Ein bedeutendes Beispiel des kolonialen Barocks mit einer aus Kalkstein gehauenen Hochrelief-Fassade und einer zentralen Nische mit einer Marmorstatue des Heiligen Franziskus. Das ursprüngliche barocke Interieur wurde durch neoklassizistische Altäre (1827–1828) ersetzt, bewahrt jedoch umfangreiche portugiesische Kachelarbeiten in Kreuzgängen und Gängen, die historische Szenen aus Lissabon darstellen.
Besonders hervorzuheben sind sakrale Kunstwerke wie die Skulptur des toten Herrn (Francisco das Chagas Xavier) und ein Heiligenraum mit lebensgroßen Figuren. Außerdem gibt es Deckenmalereien und eine reichhaltige koloniale Ausstattung.


Siehe auch die Geschichte der Kirche des Dritten Ordens des Heiligen Franziskus
10. Kirche „Nossa Senhora do Pilar“ und „Santa Luzia“
Gründung: 1710
Ort: Praça do Pilar, 55 – Comércio, Salvador (BA).
Eine Kirche im Rokoko-Stil, bekannt für ihre reichhaltigen Verzierungen und zarten Malereien. Das Highlight ist der Brunnen der Heiligen Luzia, der mit der Verehrung als Schutzpatronin und Heilerin der Augen in Verbindung steht; viele Gläubige baden aus Glauben ihre Augen in diesem Brunnen.
Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrer Anreise nach den Öffnungszeiten und den Gottesdienstzeiten.

11. Kirche „Nossa Senhora dos Mares“
Gründung (heutiger Hauptsitz): 1930–1956
Ort: Praça Padre Manoel da Natividade, Largo dos Mares – Salvador (BA).
Obwohl die erste Kirche, die der „Nossa Senhora dos Mares“ gewidmet war, bereits 1749 in dieser Region errichtet wurde, wurde dieses ursprüngliche Gebäude abgerissen, um Platz für die heutige Pfarrkirche zu schaffen.
Die heutige Kirche ist das einzige bedeutende Beispiel neugotischer Architektur in Bahia, mit vertikalen Linien, spitzen Türmen, Rosetten und einem pyramidenförmigen Dach.

12. Pfarrei „Nossa Senhora dos Alagados“
Gründung: 7. Juli 1980 (Besuch von Papst Johannes Paul II.)
Ort: Rua Luiz Régis Pacheco, Region Alagados – Stadtteil Uruguai, Salvador (BA).
Eine Pfarrei in zeitgenössischer Architektur, verkleidet mit Sichtziegeln in rechteckigen und kreisförmigen Mustern. Sie wurde für die lokale Bevölkerung errichtet und besticht durch ihre Lage am Stadtrand, wo sie eine wichtige Rolle im gemeindlichen und seelsorgerischen Leben spielt.
Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch bei der Pfarrei nach den Gottesdienstzeiten und den Sprechzeiten.

13. Kirche und Kloster Santa Clara do Desterro
Gründung: 1677
Ort: Rua Santa Clara, s/n — Nazaré, Salvador (BA).
Das von Klarissen aus Évora (Portugal) gegründete Kloster Convento do Desterro ist das erste Frauenkloster Brasiliens. Der Komplex erstreckt sich um zwei Kreuzgänge und zeichnet sich durch seinen zwiebelförmigen Turm aus dem 18. Jahrhundert sowie durch den Aussichtsturm aus, der erstmals in Frauenklöstern in Bahia zum Einsatz kam.
Die Kirche verfügt über ein einziges Kirchenschiff, eine Hauptkapelle, einen unteren Chor und einen oberen Chor; sie weist neoklassizistische Elemente aus Umbauten des 19. Jahrhunderts auf. Im ersten Stock befindet sich die Kapelle des Heiligen Gekreuzigten von Passos mit einem Altar und Altarbildern aus dem 19. Jahrhundert. Das Kloster bewahrt einen reichen Bestand an Kirchengeräten, Silberwaren und Möbeln aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Das Kloster, das historisch mit der Sozialfürsorge verbunden ist, unterhält heute soziale Einrichtungen, eine Tagesschule und ein Waisenhaus. Trotz Renovierungsarbeiten ist ein Großteil der alten Bausubstanz erhalten geblieben.

14. Wallfahrtsort „Santa Dulce dos Pobres“
Gründung: 2003
Ort: Av. Dendezeiros do Bonfim, Largo de Roma – Salvador (BA).
Heiligtum, das Schwester Dulce gewidmet ist (die 2019 als Heilige Dulce der Armen heiliggesprochen wurde). Es beherbergt das Grab und die Gedenkstätte der „Mutter der Armen“ und wird gemeinsam mit den Sozialwerken von Schwester Dulce (OSID) betrieben.
Kapazität für mehr als 1.000 Personen; hier finden Messen, Besichtigungen der Gedenkstätte und gesellschaftliche Veranstaltungen statt. Der Bau wurde im Rahmen der „Campanha do Tijolo“ (2002) auf dem Gelände des ehemaligen „Cine Roma“ bzw. des „Círculo Operário da Bahia“ begonnen.
Reliquienkapelle: runder Raum mit dreifacher Deckenhöhe, in dem die Reliquien aufbewahrt werden; eingeweiht am 09.06.2010 und 2019 renoviert, wobei ein gläserner Schrein mit einem Bildnis hinzugefügt wurde.


15. Kirche „Nossa Senhora da Vitória“
Gründung: 1561
Ort: Praça Rodrigues Lima, Largo da Vitória – Salvador (BA).
Diese Kirche aus dem 16. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz des IPHAN und gilt als eine der ältesten Kirchen des Landes. Sie besticht durch ihre Sammlung barocker Skulpturen der Schule von Bahia (18. Jahrhundert) und durch ihre Lage mit Blick auf die Bucht von Todos-os-Santos.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrfach umgebaut; die Fassade erhielt 1910 neoklassizistische Elemente. Derzeit wird der Komplex restauriert, um Merkmale der ursprünglichen Architektur wiederherzustellen.

16. Kirche Santo Antônio Além do Carmo
Gründung: 1594
Ort: Largo de Santo Antônio – Salvador (BA).
Die Kirche, deren Ursprung auf eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert und umgebaut (größter Umbau im Jahr 1813). Sie spielte eine Rolle bei historischen Ereignissen (niederländische Invasionen und Widerstandskämpfe) und bewahrt eine Fassade im Rokoko-Stil sowie ein Interieur mit neoklassizistischen Holzschnitzereien.
Der Innenhof und die umliegenden Aussichtsplattformen sind ein beliebter Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen und lokale Kulturveranstaltungen zu besuchen.


Stadtteil Santo Antônio Além do Carmo
Santo Antônio Além do Carmo ist ein historisches Viertel im Zentrum von Salvador, das Kulturerbe, Freizeitangebote, Gastronomie und wunderschöne Ausblicke auf die Bucht von Todos-os-Santos vereint. Der Rundgang zu Fuß führt vorbei an Kolonialhäusern, Kopfsteinpflasterstraßen, Ateliers, Bars und Cafés und endet am Aussichtspunkt, von dem aus man den Sonnenuntergang genießen kann.
Das Viertel, das sich rund um die Kirche Santo Antônio (gegründet 1594) entwickelte, ist historisch mit den niederländischen Invasionen (1624) und dem portugiesischen Widerstand verbunden; der Begriff „Além do Carmo“ bezieht sich auf die Lage jenseits der ehemaligen Tore des Klosters Convento do Carmo. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war es ein aristokratisches Viertel, was sich in den gut erhaltenen Fassaden widerspiegelt.
Neben dem religiösen und architektonischen Erbe ist das Viertel Schauplatz kultureller Veranstaltungen und Volksfeste, wie beispielsweise Proben der Karnevalsgruppen und das traditionelle Fest zu Ehren des Heiligen Antonius (vom 1. bis 13. Juni).


Praktische Tipps für Ihren Besuch
- Informieren Sie sich über die Besuchs- und Gottesdienstzeiten (viele Kirchen haben eingeschränkte Öffnungszeiten).
- Bitte halten Sie sich an die Regeln bezüglich Fotografieren und Ruhe in den Tempeln.
- Nehmen Sie Wasser, Sonnencreme und bequeme Schuhe mit, um die Altstadt zu erkunden.
- Kombinieren Sie Besuche von Kirchen mit Besichtigungen von Museen und Aussichtspunkten in der Nähe, um das kulturelle Angebot voll auszukosten.
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