Diogo Álvares Correia, besser bekannt als Caramuru, ist eine zentrale Figur in der verborgenen Geschichte von Salvador da Bahia. Verborgene historische Fragmente finden sich noch immer in den Straßen, auf den Plätzen und an den Denkmälern der Stadt – Geschichten, die wir hier enthüllen werden.
Die ersten Begegnungen in der Bucht von Todos os Santos
Im Jahr 1501 entdeckte Amerigo Vespucci die Baía de Todos os Santos und markierte die Inbesitznahme mit einem Wahrzeichen der portugiesischen Krone in der Nähe des heutigen Forts und des Leuchtturms von Barra (zusammengefasste Quelle: Vespucci, Expedition von 1501[1]).
Um 1509–1511 erlitt Diogo Álvares Correia auf dem Weg nach Indien in der Bucht Schiffbruch. Chronisten und Überlieferungen zufolge wurde er von den Tupinambás gerettet und überlebte, weil er schlank und groß war – der legendäre Grund für den Spitznamen Caramuru. Er gewann das Vertrauen des Stammes und heiratete die Tochter des Häuptlings Taparica, Paraguaçu (die später in Frankreich auf den Namen Catarina getauft wurde), wodurch die erste lokale Siedlung entstand (traditioneller/chronistischer Bericht[2]).
Die Gründung von Salvador und die Vermischung der Kulturen
Die erste Siedlung, die zwischen den heutigen Stadtteilen Graça und Vitória lag, soll in Anspielung auf den Schiffbruch den Namen Salvador erhalten haben. Caramuru, der als Patriarch galt, hatte zahlreiche Nachkommen – weshalb Gregório de Matos ihm den Beinamen „Adão de Massapê“ gab (literarische/chronistische Überlieferung).
Die Mischung der Völker, ein prägendes Merkmal der Stadt, begann in dieser Zeit, während Portugal angesichts seiner wirtschaftlichen Prioritäten und des Mangels an Edelmetallen bei den ersten Expeditionen zunächst wenig Interesse an einer tatsächlichen Besetzung zeigte (historiografische Zusammenfassung[3]).
Erbliche Kapitänschaften und die Kapitänschaft von Bahia
Angesichts der Bedrohungen durch Frankreich, England und die Niederlande gliederte D. João III. Brasilien in erbliche Kapitänschaften ein. Die Kapitanie von Bahia wurde Francisco Pereira Coutinho übertragen, der 1536 eintraf und die Stadt Bahia (Vila do Pereira, später bekannt als Vila Velha) an der Stelle des heutigen Forts São Diogo und der Kirche Santo Antônio da Barra (Dokumente und historische Zusammenfassungen[4]).
Pereira baute Baumwolle und Zuckerrohr an, doch sein Unterfangen scheiterte; chronistischen Berichten zufolge starb er nach einem Konflikt mit Indigenen (Einzelheiten zu seinem Tod finden sich in Chroniken und können legendäre Elemente enthalten)[2][4]. Caramuru war an der Zusammenlegung verschiedener Siedlungskerne beteiligt, aus denen Vila Velha hervorging.
Machtzentralisierung und die Gründung der Stadt
Aus Sorge um die Macht der Lehnsherren richtete D. João III. die Generalverwaltung ein, um die Verwaltung zu zentralisieren. Die Familie Pereira Coutinho verkaufte die Kapitänschaft an die Krone, die plante, „eine Festung und eine große, starke Siedlung“ zu errichten.
Der erste Generalgouverneur, Tomé de Souza, traf am 29. März 1549 ein (ein Datum, das häufig als offizielles Gründungsdatum der Stadt genannt wird). Zunächst in der Vila Velha untergebracht, beschließt Tomé de Souza, die erste Stadt an der Stelle zu errichten, an der sich heute die Praça Municipal befindet – eine Tatsache, die in den Chroniken und in der Geschichtsschreibung dokumentiert ist[5].
Grenzen und Organisation des ersten Salvador
Die Pläne und Zeichnungen stammten aus dem Königreich. Die ursprünglichen Grenzen waren in den Kolonialplänen und Beschreibungen jener Zeit dargestellt:
- Im Süden: Porta de Santa Luzia (wo die Rua Chile auf die Praça Castro Alves trifft).
- Im Norden: Porta de Santa Catarina (zwischen dem Praça Municipal und der Rua da Misericórdia).
- Im Osten: die kleine Landzunge namens Barroquinha.
So entstand Salvador, das Tor zu Brasilien und bis 1763 Hauptstadt des Südatlantiks, was den Beginn der tatsächlichen Besetzung des Gebiets durch die portugiesische Verwaltung markierte (historiografische Zusammenfassung[5]).
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