Historische Karten von Brasilien und der Welt

Historische Karten von Brasilien und der Welt

Die Geschichte Brasiliens lässt sich anhand von Karten erzählen, die seine territorialen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte darstellen.

Seit Beginn des 16. Jahrhunderts zeigen verschiedene Kartografien indigene Szenen, Fauna, Vegetation und Namen, die dem Gebiet gegeben wurden – wie Terra de Santa Cruz, Terra Incógnita, Terra dos Papagaios und Brasil.

  • Anfang des 16. Jahrhunderts: Karten wie die von Giovanni Ruysch (ca. 1507) und die Karte von Waldseemüller (1507) gehörten zu den ersten, die Amerika darstellten und als „America” bezeichneten.
  • 1500 – Berichte: Der Brief/Bericht von Pero Vaz de Caminha ist ein Dokument der Entdeckung (keine Karte) und liefert zusammen mit Beschreibungen von André Thevet ethnografische Beobachtungen und Informationen über den Tauschhandel zwischen Europäern und Indigenen.
  • Erste detaillierte Küstenlinien: Karten wie die von Cantino (1502) zeigen die brasilianische Küste mit größerer Genauigkeit und trugen dazu bei, erste Ortsnamen festzulegen.
  • 16. Jahrhundert – europäische Kartografen: Autoren wie Gastaldi, Ortelius und Mercator erstellten Karten, auf denen territoriale Streitigkeiten und verschiedene Bezeichnungen verzeichnet waren; Mercator (1569) führte die Projektion ein, die die globale Navigation beeinflusste (nicht spezifisch für Brasilien).
  • Ausländische Präsenz und Tauschhandel: An der brasilianischen Küste tauchen Darstellungen auf, die die französische (z. B. França Antártica), englische und niederländische Präsenz sowie den Handelsverkehr mit indigenen Völkern dokumentieren.
  • Iberische Union (1580–1640): Die philippinische Verwaltung (Philippinische Krone) förderte die Aktualisierung der portugiesisch-brasilianischen Kartografie; Karten portugiesischer Autoren wie João Teixeira Albernaz I. dokumentieren Festungen, Siedlungen und Kapitänschaften.
  • 17. Jahrhundert – portugiesische Handkartografie: Hervorzuheben sind die Karten von Albernaz II (ca. 1666), die die Küste, São Paulo und die Jesuitenmissionen im Süden detailliert darstellen.
  • Niederländische Kartografie (1624–1654): Die niederländische Kartografie über Pernambuco/Olinda und Recife ist bedeutend; einige Karten aus dieser Zeit (im Zusammenhang mit der Maurits-Periode) dokumentieren Besetzungen und Befestigungsanlagen – überprüfen Sie die spezifischen Titel/Zuschreibungen entsprechend der Quelle.
  • 18. Jahrhundert – französische Kartografie: Guillaume de L’Isle und Jean Baptiste Bourguignon d’Anville erstellten Karten, in denen sie die zuvor von den Portugiesen berechneten Positionen und Längengrade korrigierten; die Arbeit von De L’Isle beeinflusste Verhandlungen wie den Vertrag von Madrid (1750), der zu einer umfassenden Kartografie der Grenzen führte.
  • 19. Jahrhundert: Die Produktion von Provinzkarten, hydrologischen Karten und Grenzkarten nimmt zu. Zu den kleineren und handschriftlichen Werken zählen regionale Reiseführer und Atlanten – beispielsweise sollten Verweise auf einen Atlas/ein Manuskript mit dem Titel Guia dos Caminhantes (1817) vor einer endgültigen Zitierung in Primärquellen überprüft werden.
  • Ende des 19. Jahrhunderts / Anfang des 20. Jahrhunderts: Systematische Vermessungen sowie militärische und zivile Kartierungen erhöhten die territoriale Genauigkeit. Die Veröffentlichung mit dem Titel Carta geographica do Brasil (Clube de Engenharia, 1922) fasst einen Teil dieser Arbeit zusammen – es wird empfohlen, bei Zitaten den Autor/die Ausgabe anzugeben.

Bedeutende historische Karten Brasiliens

  • Karte von Juan de la Cosa – ca. 1500: Weltkarte, die die Küste Amerikas einschließlich des Nordostens Brasiliens zeigt.
  • Brief/Bericht von Pero Vaz de Caminha – 1500: Bericht über die Ankunft und Entdeckung Brasiliens (keine Karte).
  • Karte von Cantino – 1502: erste europäische Karte, die die brasilianische Küste detailliert darstellt.
  • Karte von Lopo Homem – ca. 1519: portugiesische kartografische Karte aus dem frühen 16. Jahrhundert (im Zusammenhang mit der portugiesischen Atlantikproduktion; direkte Zuordnung zum „Miller-Atlas” ohne Quellenangabe vermeiden).
  • Karte von Mercator – 1569: Einführung der Mercator-Projektion; einflussreich in der globalen Kartografie (nicht spezifisch für Brasilien).
  • Karte von João Teixeira Albernaz I – 1640: Darstellungen der Kapitänschaften und der Atlantikküste.
  • Karte von Guillaume Delisle – 1703: detaillierte Karte des brasilianischen Territoriums, die in Europa weit verbreitet war.
  • Karten des Vertrags von Madrid – 1750: Karten, die zur Neufestlegung der portugiesisch-spanischen Grenzen verwendet wurden.
  • Karte des Kaiserreichs Brasilien – ca. 1822: erste Darstellungen des Territoriums nach der Unabhängigkeit.
  • Mission Cruls – 1892–1894: Vermessung, die die Grundlage für die Wahl der zukünftigen Hauptstadt (Brasília) bildete.

Historische Karten sind wichtige Hilfsmittel, um die territoriale, politische und wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens von der Kolonialisierung bis zur Konsolidierung der Republik zu verstehen.

Map of West Africa and the Cape Verde Islands, 1699 - Map of the important Cape Verde Islands and the opposite African coast from Cap Blanc to Sierra Leone. There is a lot of detail along the African coastline, with numerous cities, capes, rivers, and more identified. A fancy decorative title cartouche adorns the bottom of the map. Sanson's small maps from his L'Afrique en Plusieurs Cartes..., first published in 1656 and engraved by A. Peyrounin, were copied several times by various map publishers. Johann David Zunners made copies of Sanson's maps for his German translation of Die Gantze Erd-Kugel in 1679. Johannes Ribbius and Simon de Vries published copies in 1682 and 1683, with new maps engraved by Antoine d'Winter. The plates were later sold to Francois Halma, who used them in 1699 and then again in 1705 with the titles re-engraved in Dutch. The titles on the d'Winter plates were re-engraved back into French, and then used by Nicholas Chemereau in 1715 and by Henri du Sauzet in 1738. "Isles du Cap Verd Coste, et Pays des Negres aux Environs du Cap Verd...", Sanson, Nicolas
Historische Karten von Brasilien und der Welt

Mapa da África Ocidental e das Ilhas de Cabo Verde de 1699

Karte von Westafrika und den Kapverdischen Inseln aus dem Jahr 1699 Karte der wichtigen Kapverdischen Inseln und der gegenüberliegenden afrikanischen Küste von Cap Blanc bis Sierra Leone. Die afrikanische Küste ist sehr detailliert dargestellt, mit zahlreichen Städten, Kaps, Flüssen und weiteren Merkmalen. Eine kunstvolle dekorative Titelkartusche ziert den unteren Rand […]

Este é um dos dois mapas-múndi “modernos” incluídos no atlas ptolomaico de Fries e um dos poucos mapas-múndi do início do século XVI disponíveis para colecionadores. É uma versão reduzida do famoso Mapa do Almirante, de Waldseemuller, concentrando-se no Velho Mundo, mas mostrando partes da América no lado esquerdo. Mostra o mundo numa combinação de equívocos clássicos com algumas das descobertas mais recentes, como um pouco da costa da América do Sul ao longo da borda esquerda. A Gronelândia é desenhada como uma península alongada ligada a uma Escandinávia ainda de forma primitiva. A adaptação de Fries apresenta as montanhas de uma maneira estilizada diferente e não tem as linhas direcionais da placa de Waldseemuler. Foram adicionados elementos decorativos, incluindo um elefante ao largo da costa da Groenlândia e retratos de cinco reis: Rússia, Egito, Etiópia, Toprobana e Mursuli. Ela oferece uma visão fascinante do que se sabia e não se sabia sobre o mundo no início da Era dos Descobrimentos. O canto superior direito da borda está faltando, como é o caso das edições de 1525 a 1541.
Kartografie und ihre Schöpfer, Nicht kategorisiert

Mapping: ein Überblick

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Word Map from 1702
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The Atlantic Ocean by Governor Pownall, 1787
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Der britische Beitrag zur Kartografie im 18. Jahrhundert: Instrumente, Vermessungen und globale Kartierung Einleitung und Umfang Eine detaillierte Untersuchung des britischen Beitrags zur Kartografie vor dem 18. Jahrhundert würde den Rahmen dieser Übersicht sprengen. Berichte über die Leistungen von Männern wie George Lily, Christopher Saxton, Norden, Speed, Ogilvy und John […]

This is the first (of three) world maps that was included in Ortelius' famous atlas. It is a simplified reduction of Mercator's influential map of 1569 presented on an oval projection rather than the projection for which Mercator is now famous. From surviving correspondence, it is known that Mercator encouraged Ortelius and provided him with information, particularly with coordinates of places in the Americas. Placed on a cloud background, the map shows North America as much too wide and South America retains the unusual bulged southwestern coastline. At the poles, a prominent Northwest Passage snakes its way south of the four islands making up the arctic regions, and a huge Terra Australis Nondum Cognita makes up the imaginary southern continent. A notation next to New Guinea notes that it is unknown if this large island is a part of the southern continent. The title is in a strapwork banner at top, which is balanced with a quotation from Cicero at bottom. This superb map was engraved by Frans Hogenberg with his signature at bottom. The plate was used for the first 16 editions of the Theatrum. A crack developed in the lower left corner from 1570 onward.
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Kartografie und ihre Schöpfer, Kartografie und ihre Schöpfer

Kartografie des 15. Jahrhunderts – Fra Mauro und Martin Behaim

ZEITGENÖSSISCH zu den späteren katalanischen Karten sind mehrere hauptsächlich italienischer Herkunft, die ebenfalls einige mittelalterliche Merkmale bewahren, aber sehr deutlich den Einfluss von Ptolemäus‘ „Geographie“ zeigen, deren Manuskripte spätestens seit den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts in Westeuropa im Umlauf waren. Andreas Walsperger (1448) Ein früher, aber nicht sehr erfolgreicher […]

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Historische Karten von Brasilien und der Welt

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Katalanische Weltkarten: Die Transformation der mittelalterlichen Kartografie und die Darstellung Asiens Einleitung Eine weitere bemerkenswerte Etappe wurde im 14. Jahrhundert erreicht, als europäische Kartografen den ersten Versuch seit der Antike unternahmen, den Kontinent Asien auf der Grundlage zeitgenössischer Kenntnisse in ihr Weltbild einzubeziehen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind in der […]

"Romani Imperii Imago", Ortelius, Abraham - Mediterranean, Roman Empire, 1584 - Dramatic map of the Roman Empire centered on the Mediterranean and covering most of Europe, Northern Africa, and the Near and Middle East. The map is richly decorated with several strapwork cartouches, two containing portraits of Remus and Romulus, the founder of Rome. The cartouches in the lower section of the map contain an account of Roman history at left and a large genealogical tree of the rulers of Rome at righthistory at left and a large genealogical tree of the rulers of Rome at right.
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Mittelalterliche Seekartographie: Entstehung und Entwicklung der Portolankarten Einleitung Gegen Ende des 13. Jahrhunderts tauchte in Westeuropa ein neuer Kartentyp auf, der einen bedeutenden Fortschritt in der mittelalterlichen Kartographie darstellte. Diese Karten brachen mit der bisherigen Praxis, indem sie sich auf direkte Beobachtungen stützten, die durch ein neues Instrument, den Seekompass, […]

This is the first (of three) world maps that was included in Ortelius' famous atlas. It is a simplified reduction of Mercator's influential map of 1569 presented on an oval projection rather than the projection for which Mercator is now famous. From surviving correspondence, it is known that Mercator encouraged Ortelius and provided him with information, particularly with coordinates of places in the Americas. Placed on a cloud background, the map shows North America as much too wide and South America retains the unusual bulged southwestern coastline. At the poles, a prominent Northwest Passage snakes its way south of the four islands making up the arctic regions, and a huge Terra Australis Nondum Cognita makes up the imaginary southern continent. A notation next to New Guinea notes that it is unknown if this large island is a part of the southern continent. The title is in a strapwork banner at top, which is balanced with a quotation from Cicero at bottom. This superb map was engraved by Frans Hogenberg with his signature at bottom. The plate was used for the first 16 editions of the Theatrum. A crack developed in the lower left corner from 1570 onward. This example shows evidence of bolt impressions from repair work on the crack.
Kartografie und ihre Schöpfer

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Die Entwicklung der europäischen Kartographie (16.-17. Jh.): Mercator, Ortelius und die holländischen Zentren Inhaltsverzeichnis Einleitung Die ersten Atlanten und Nachträge Gerhard Mercator: Hintergrund und Frühwerk Das Problem der Navigation und die Loxodrome Mercators Karte von Europa (1554) Methoden und Grenzen der antiken Kartographie Die Rezeption der Mercator- und anderer Karten […]

Historische Karten von Brasilien und der Welt

1671 Karte von Mexiko und Mittelamerika – Historische Karte

1671 Karte von Mexiko und Zentralamerika „Yucatan Conventus Iuridici Hispaniae Novae Pars Occidentalis, et Guatimala Conventus Iuridicus“, Montanus/Ogilby Montanus‘ Werk war vielleicht das größte illustrierte Buch über die Neue Welt, das im 17. Es enthält mehr als hundert wunderschön gestochene Tafeln, Ansichten und Karten von Nord- und Südamerika. Auf den […]