Die maritime Expansion Portugals – Die Seefahrt im 15. und 16. Jahrhundert

Die Zeit der Entdeckungen verwandelte Portugal in eine Seemacht, deren nautisches Wissen die Weltgeschichte tiefgreifend geprägt hat.

Dieser Text untersucht die technischen und wissenschaftlichen Fortschritte – Navigationsinstrumente, Seekarten, Routenpläne, Kosmographen und Schiffstypen –, die die Überquerung der Ozeane und die Erforschung neuer Routen ermöglichten.

Durch die Hervorhebung der Innovationen und Protagonisten dieser Entwicklung soll gezeigt werden, wie sich die Kunst der Navigation von empirischen Praktiken zu systematisiertem Wissen entwickelte und damit die Grundlage für die maritime Expansion Portugals im 15. und 16. Jahrhundert bildete.

Portugal's Maritime Expansion - Navigation in the 15th and 16th Centuries
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Portugal's Maritime Expansion - Navigation in the 15th and 16th Centuries

Die Seefahrt im 15. und 16. Jahrhundert

Damit Portugal im 15. und 16. Jahrhundert seine maritime Expansion durchführen konnte, musste die Navigation perfektioniert werden, sodass sie nicht mehr nur an der Küste, sondern auch über Ozeane hinweg möglich war.

1. Instrumente und Orientierung

Zu Beginn der Entdeckungen waren bereits Kompasse bekannt, und zu den Beobachtungsinstrumenten gehörten die Balistille, das Astrolabium und der Quadrant.

In der nördlichen Hemisphäre orientierten sich die Seefahrer am Polarstern; beim Überqueren des Äquators nutzten sie auch das Kreuz des Südens.

2. Tabellen, Regimente, Karten und Routen

Um die Breitengrade anhand der Sonnenhöhe zu berechnen, wurden Deklinationstabellen erstellt. Viele Regimente erleichterten die Verwendung des Quadranten und des Astrolabiums.

Die an Bord mitgeführten Seekarten verbesserten die alten Portolane und fassten die in den königlichen Archiven registrierten Beobachtungen der Piloten zusammen.

Später entstanden die Routenpläne mit allen praktischen Angaben für die Navigation.

3. Kosmographen und Hauptwerke

Hervorzuheben sind Jácome de Maiorca, Assistent des Infanten Dom Henrique, und zur Zeit von Dom João II. die Kosmographen José Vizinho, Rodrigo und Dom Diogo Ortiz (Bischof von Ceuta und Viseu).

Zu den großen Namen gehört auch Duarte Pacheco Pereira, Autor des Esmeraldo de Situ Orbis.

4. Das Amt des Oberkosmographen

1529 wurde das Amt des Oberkosmographen von Portugal geschaffen, das zunächst von Pedro Nunes bekleidet wurde.

Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts folgten ihm acht weitere Kosmographen, darunter João Baptista Lavanha, Dom Manuel de Meneses, Antônio de Mariz Carneiro, Luís Serrão Pimentel und Manuel Pimentel – die beiden Letzteren waren Autoren von Routenbeschreibungen, darunter auch für die Route von Portugal nach Brasilien.

5. Schiffstypen

  • Karavelle: Moorischen Ursprungs, mit Lateinersegeln oder Dreiecksegeln, wendig und für Erkundungsfahrten geeignet. Sie war eines der ersten Schiffe, die von portugiesischen Seefahrern während der großen Entdeckungsreisen eingesetzt wurden.
  • Nau: Nach der Karavelle kam die Nau auf, die größer und mit Rahsegeln ausgestattet war. Dieses Schiff war für bekannte Routen geeignet und spielte eine wichtige Rolle in der Kolonialgeschichte, da es als gemischtes Kriegs- und Transportschiff diente, mit Kanonen und Laderäumen ausgestattet war.
  • Galeone: Sie vereinte Eigenschaften von Fracht- und Kriegsschiffen. Sie war mit großen, quadratischen Segeln ausgestattet, die die Hauptantriebsquelle darstellten und die Navigation auf hoher See ermöglichten. Die Galeone hatte jedoch auch Ruder, die eine größere Manövrierfähigkeit in seichten Gewässern und beim Ein- und Auslaufen aus Häfen ermöglichten und eine schnelle Bewegung in Kampfsituationen ermöglichten, selbst wenn die Segel nicht geeignet waren.
  • Rundschiff: Als Rundschiff wurde ein Schiff bezeichnet, dessen Länge das Drei- bis Vierfache seiner Breite nicht überschritt.
  • Bergantim: In Brasilien wurde für die Küstenschifffahrt das Bergantim verwendet, das von Gefangenen gerudert wurde.

6. Seefahrt und Vermächtnis

Laut Fontoura da Costa entwickelte sich die Seefahrt seit der Zeit von Infante Dom Henrique bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts.

Zu dieser Zeit begann die Kunst der Navigation, die erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts der nautischen Wissenschaft Platz machte.

In allen Phasen war der Beitrag Portugals bemerkenswert, insbesondere während der Entdeckungsreisen.

7. Abschließendes Zitat

Wie Pedro Nunes sagte, entdeckten die Portugiesen „neue Inseln, neue Länder, neue Meere, neue Völker; und was noch wichtiger ist: einen neuen Himmel, neue Sterne”.

A nau portuguesa era um tipo de embarcação utilizada principalmente durante os séculos XV e XVI, época das Grandes Navegações. Caracterizava-se por seu casco robusto e grande capacidade de carga, sendo ideal para longas viagens oceânicas. As naus eram dotadas de vela latina e, posteriormente, de velas redondas, permitindo melhor navegação em diferentes ventos. Essas embarcações foram fundamentais para o comércio e a exploração marítima portuguesa, transportando mercadorias, pessoas e, em muitos casos, também escravizados.

Nau- Das portugiesische Schiff war ein Schiffstyp, der vor allem im 15. und 16. Jahrhundert, der Zeit der großen Seefahrten, verwendet wurde. Es zeichnete sich durch seinen robusten Rumpf und seine große Ladekapazität aus und war ideal für lange Seereisen. Die Schiffe waren mit Lateinersegeln und später mit Rundsegeln ausgestattet, was eine bessere Navigation bei unterschiedlichen Windverhältnissen ermöglichte. Diese Schiffe waren für den portugiesischen Handel und die maritime Erforschung von grundlegender Bedeutung, da sie Waren, Personen und in vielen Fällen auch Sklaven transportierten.

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