Faultier: Seltene Arten und ihre Unterschiede

Das Faultier, ein Tier mit süßem Gesichtsausdruck und sanften Bewegungen, hat ein exklusives Forschungszentrum in Ilhéus (BA).

In dem 43 Hektar großen Reservat werden derzeit 16 Tiere der Gewöhnlichen Art und 18 Tiere der Halsbandart gehalten.

preguiça-comum (Bradypus variegatus)
Faultier (Bradypus variegatus)
Preguiça-de-coleira (Bradypus torquatus)
Gewöhnliches Faultier (Bradypus torquatus)

Die Unterschiede zwischen den beiden Arten liegen in der Fellfärbung und dem Verbreitungsgebiet.

Nach Angaben des Umweltministeriums kommt das Gewöhnliche Faultier mit seinem grauen Fell sowohl im Amazonasgebiet als auch im Atlantischen Regenwald vor, während das Halsbandfaultier mit seinem braunen Fell und seinem Nacken mit langen schwarzen Haaren in Rio de Janeiro, Espírito Santo und Südbahia vorkommt.

Vera Oliveira, die für das Forschungszentrum zuständige Biologin, sagt, dass alle Faultierarten vom Aussterben bedroht sind, Das Kragenfaultier ist jedoch stärker gefährdet, da es nur in einem sehr kleinen und fragmentierten Gebiet vorkommt.

Für die Erhaltung und Wiederansiedlung von geretteten Faultieren, die Opfer von Aggressionen geworden sind, sind zwei Faktoren entscheidend: ein erhaltener Lebensraum und ausreichende Nahrung.

„Ihre Verbreitungsgebiete werden immer kleiner. Sie werden schwächer, weil ihre natürliche Nahrung durch die Ausbreitung von Eukalyptusplantagen in diesen Regionen immer knapper wird“, warnt Vera.

Die Biologin weist auch darauf hin, dass die Zahl der geretteten Faultiere, die der Jagd und der Abholzung zum Opfer fallen, ständig steigt.

Viele von ihnen sind noch jung. Ohne die Wärme ihrer Mutter können sie sterben, denn ihre Gesundheit ist anfällig. Außerdem trinken Faultiere kein Wasser, sondern beziehen ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf aus den saftigen Trieben, die sie fressen.

Video über das Halsbandfaultier

Bicho-preguiça de coleira na Bahia
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In Brasilien gibt es 5 Arten von Faultieren, die zwei Gattungen angehören.

Die beiden Gattungen weisen erhebliche Unterschiede in Morphologie, Verhalten und Ernährung auf.

1. Gattung Bradypus (Dreizehenfaultiere)

  • Gewöhnliches Faultier(Bradypus variegatus)
  • Faultier(Bradypus torquatus)
  • Faultier(Bradypus tridactylus)

Lebensraum: Tropische Wälder, besonders am Amazonas und im Atlantischen Regenwald.

Merkmale:
  • Sie haben drei Zehen an jeder Vorderpfote.
  • Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Blättern.
  • Aufgrund ihres reduzierten Stoffwechsels bewegen sie sich sehr langsam.
Preguiça-comum (Bradypus variegatus)
Faultier (Bradypus variegatus)
Preguiça-de-coleira (Bradypus torquatus)
Faultier (Bradypus torquatus)
Preguiça-de-bentinho (Bradypus tridactylus)
Dreizehenfaultier (Bradypus tridactylus)
Preguiça-anã-de-três-dedos (Bradypus pygmaeus)
Dreizehenfaultier (Bradypus pygmaeus) – kommt auf Inseln in Panama vor

2. Gattung Choloepus (Zweifingerfaultiere)

  • Königsfaultier(Choloepus didactylus)
  • Hoffmanns Faultier(Choloepus hoffmanni)

Lebensraum: Hauptsächlich im Amazonasgebiet, in Regenwaldgebieten

Merkmale:
Sie haben zwei Zehenan den Vorderfüßen und drei Zehen an den Hinterfüßen.
  • Sie sind flinker als die Faultiere der Gattung Bradypus.
  • Ihre Nahrung ist vielfältiger und besteht aus Blättern, Früchten und kleinen Insekten.
Preguiça-real (Choloepus didactylus)
Goldenes Faultier (Choloepus didactylus)
Preguiça-de-hoffmann (Choloepus hoffmanni)
Hoffmanns Faultier (Choloepus hoffmanni)

Wissenswertes über das Faultier

  • Ernährung:Blätter, Triebe und Früchte – sie nehmen alles Wasser, das sie brauchen, aus ihrer Nahrung aufFortbewegung: Sehr langsam.
  • Fortbewegung: Extrem langsam, verbringt die meiste Zeit auf Bäumen
  • Fressfeinde: Jaguare, Falken und Menschen (Jagd und Abholzung sind Bedrohungen)
  • Ökologische Bedeutung: Verbreitung von Samen und Beitrag zum Gleichgewicht des Waldes

Häufigste Verletzungen der Faultiere

Die häufigsten Verletzungen zeigen, wie sehr Faultiere angegriffen werden.

„Sie kommen verletzt, meist durch Hundeangriffe, mit schweren Prellungen und manchmal mit Brüchen.

Sie kommen auch sehr gestresst an, was es ihnen erschwert, sich zu ernähren und sich an das Zentrum anzupassen„, erklärt der Biologe.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Haltung von Faultieren in Gefangenschaft ein Umweltverbrechen ist.

Wenn sich die Situation der Aggression nicht innerhalb weniger Jahre ändert, wird das Faultier nur noch in den Wäldern des Kakaoforschungszentrums in Ilhéus zu sehen sein.

Erholungszentrum für Faultiere im CEPLAC

Das 1996 von der Biologin Vera Lúcia de Oliveira ins Leben gerufene Projekt widmet sich der Wiederherstellung und Erhaltung der Faultiere in einem 43 Hektar großen Gebiet des Atlantischen Waldes.

📍 S Lage: Autobahn Ilhéus-Itabuna (BR-415), CEPLAC.

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