Madre de Deus ist eine Inselgemeinde in der Baía de Todos os Santos („Allerheiligenbucht“), etwa 60 km von Salvador entfernt. Sie ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und bietet Strände mit ruhigem Wasser, eine ausgebaute Uferpromenade mit Fußweg und Radweg sowie Bootsausflüge zu den Nachbarinseln. Außerdem bewahrt sie historische Kirchen und Häuserzeilen aus dem 19. Jahrhundert.
- Lage: im hinteren Teil der Baía de Todos os Santos, benachbart zu Candeias und São Francisco do Conde.
- Ist es eine Insel? Ja, sie ist jedoch über eine Brücke mit dem Festland verbunden, deshalb können Sie mit dem Auto anreisen.
- Entfernung: etwa 60 km von Salvador.
- Bevölkerung: 18.504 Einwohner (Volkszählung 2022 des IBGE).
- Strände: Praia da Costa, Ponta do Suape und Praia do Cação.
- Ausflüge: Boote zur Ilha de Maria Guarda, zur Ilha das Vacas und zu weiteren Inseln der Bucht.

Wo liegt Madre de Deus und wie kommt man hin?
Tatsächlich liegt die Insel nur etwa 100 Meter vom Festland entfernt, im hinteren Teil der Bucht. Seit den 1950er-Jahren, als Petrobras dort sein Seeterminal errichtete, verbindet eine Brücke sie mit Candeias. Deshalb erfolgt die Anreise mit dem Auto oder mit dem Bus.
- Von Salvador aus: Die Strecke beträgt etwa 60 km über die BR-324 und die Straße nach Candeias; die Fahrzeit liegt je nach Verkehr zwischen 45 Minuten und 1 Std. 30 Min.
- Seeterminal: Von dort fahren die Boote zu den Nachbarinseln ab; prüfen Sie daher vor der Fahrt die Abfahrtszeiten.

Video über Madre de Deus
Strände und Uferpromenade von Madre de Deus
Die städtische Uferpromenade ist etwa 3,5 km lang und hat einen Fußweg, einen Radweg sowie einheitlich gestaltete Strandbuden. Somit ist sie der wichtigste Treffpunkt der Stadt, vor allem am späten Nachmittag.
Praia da Costa
Die Praia da Costa ist der bekannteste Strand, hat ein ruhiges Meer und eignet sich hervorragend zum Baden und für Spaziergänge auf der Promenade. Deshalb ist sie bei Familien besonders beliebt.
Ponta do Suape
Die Ponta do Suape hingegen hat bewegteres Wasser und gefällt daher allen, die ein lebhafteres Meer bevorzugen.
Praia do Cação
Die von Mangroven umgebene Praia do Cação zieht vor allem Naturliebhaber an, die gern Vögel und Krabben beobachten.

Inseln und Bootsausflüge
Außerdem fahren vom Seeterminal Boote zu den Nachbarinseln ab. So können Sie Tagesausflüge durch die Bucht unternehmen.
- Ilha de Maria Guarda: eine kleine Insel mit ruhigen Stränden, die zur Gemeinde gehört.
- Ilha das Vacas: Ein Teil davon ist Privatbesitz; klären Sie deshalb den Zugang, bevor Sie hinfahren.
- Coroa do Capeta: eine Sandbank, die bei Ebbe auftaucht.
- Inseln von Salvador: Zudem gibt es Überfahrten zur Ilha de Maré, zur Ilha dos Frades mit dem Strand von Paramana und zur Ilha de Bom Jesus dos Passos.

Kirchen und historisches Erbe
Zunächst ist das wichtigste Bauwerk die Igreja Matriz de Nossa Senhora de Madre de Deus auf einem Hügel, mit Aussichtspunkt über die Bucht. Daneben lohnt sich auch ein Besuch der Igreja Sagrada Família und der Häuserzeilen aus dem 19. Jahrhundert, die die historische Atmosphäre der Stadt bewahren.


Geschichte von Madre de Deus
Laut IBGE hieß die Insel ursprünglich Ilha dos Cururupebas, und zwar zu Ehren eines Häuptlings der tupinambá, der sich den Kolonisatoren widersetzte. Danach entstand im Jahr 1696 der Distrikt Madre de Deus do Boqueirão.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts gehörte der Ort zu São Francisco do Conde und später zu Salvador. In den 1950er-Jahren brachte die Ankunft des Petrobras-Terminals die Brücke und veränderte so die lokale Wirtschaft. Schließlich schuf das Landesgesetz Nr. 5.016 vom 13. Juni 1989 die Gemeinde, die am 1. Januar 1990 eingerichtet wurde.
Heute dreht sich die Wirtschaft um das Seeterminal, die handwerkliche Fischerei und den Tourismus. Um die Nachbarregion kennenzulernen, werfen Sie außerdem einen Blick auf São Francisco do Conde.
Gastronomie und Kunsthandwerk
Die lokale Küche besteht vor allem aus Meeresfrüchten, und der caldo de sururu (Muschelbrühe) ist die typische Spezialität. Das Kunsthandwerk umfasst hingegen renda de bilro (Klöppelspitze), Wandteppiche, Bootsminiaturen sowie Arbeiten aus Holz und Muscheln.
Praktische Tipps
- Nehmen Sie Bargeld für Kioske und Inseln mit.
- Prüfen Sie die Abfahrtszeiten der Boote am Seeterminal, da sie von den Gezeiten abhängen.
- Betreten Sie die Mangroven nicht, nehmen Sie Ihren Müll wieder mit und verwenden Sie nach Möglichkeit biologisch abbaubaren Sonnenschutz.
Häufige Fragen zu Madre de Deus
Wo liegt Madre de Deus?
Es liegt in der Baía de Todos os Santos, etwa 60 km von Salvador entfernt, benachbart zu Candeias.
Das heißt, im hinteren Teil der Bucht, nahe dem Recôncavo.
Ist Madre de Deus eine Insel?
Ja. Allerdings ist sie seit den 1950er-Jahren über eine Brücke mit dem Festland verbunden.
Deshalb können Sie mit dem Auto anreisen.
Hat Madre de Deus Strände?
Ja, die wichtigsten sind die Praia da Costa, die Ponta do Suape und die Praia do Cação.
Außerdem gibt es Strände auf den Nachbarinseln.
Wie lange dauert die Fahrt von Salvador nach Madre de Deus?
Mit dem Auto dauert sie je nach Verkehr zwischen 45 Minuten und 1 Std. 30 Min.
Zudem gibt es Überlandbusse.
Kann man die Inseln am selben Tag besuchen?
Ja, vom Seeterminal aus gibt es Tagesausflüge.
Trotzdem sollten Sie die Abfahrtszeiten mit den Bootsführern abklären.
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