Die Ilha de Maré liegt in der Baía de Todos os Santos (Allerheiligenbucht) und gehört zu Salvador, obwohl sie näher an Candeias und Madre de Deus liegt. Die Überfahrt mit dem Boot dauert ab São Tomé de Paripe etwa 20 Minuten. Auf der Insel fahren keine Autos. Daher finden Besucher hier ruhige Strände, Mangroven, quilombola-Gemeinschaften (Gemeinschaften von Nachfahren entflohener versklavter Afrikaner), renda de bilro (Klöppelspitze) und eine der ältesten Kirchen Brasiliens.
- Lage: Baía de Todos os Santos; die Insel gehört zu Salvador.
- Anreise: mit dem Boot ab São Tomé de Paripe, in etwa 20 Minuten.
- Größe: etwa 14 km², mit 11 Gemeinschaften.
- Strände: Praia das Neves, Praia Grande, Santana und Itamoabo.
- Kultur: quilombola-Gebiet, renda de bilro und doce de banana na palha (Bananenkonfekt, in getrocknetes Bananenblatt gewickelt).
- Hinweis: Auf der Insel gibt es keine Autos, und die Infrastruktur ist einfach; nehmen Sie deshalb Bargeld mit.
Lage und Anreise zur Ilha de Maré
Die Insel gehört zur Gemeinde Salvador, liegt aber im hinteren Teil der Bucht, nahe Candeias und Madre de Deus. Übrigens ist sie eine der größten Inseln der Baía de Todos os Santos.
- Ab Salvador: Fahren Sie zunächst zum Terminal São Tomé de Paripe im Subúrbio Ferroviário. Von dort erreichen die Boote die píeres de Santana oder do Botelho in etwa 20 Minuten.
- Weitere Abfahrtsorte: Außerdem fahren Boote ab Candeias und Madre de Deus; in diesem Fall kann die Überfahrt bis zu 45 Minuten dauern.
- Fahrzeiten: Die Boote fahren schon sehr früh ab, gegen 5 Uhr, und die letzte Rückfahrt ist meist am späten Nachmittag. Allerdings hängt alles von den Gezeiten ab, also informieren Sie sich vorher.
- Schoner-Ausflüge: Auch viele Touren durch die Bucht ab Salvador legen einen Stopp auf der Insel ein.
Strände der Ilha de Maré
Die Strände der Insel haben im Allgemeinen ruhiges, warmes Wasser und sind von Kokospalmen und Mangroven umgeben. Deshalb eignen sie sich hervorragend für Familien.
Praia das Neves
Viele nennen die Praia das Neves „Caribe soteropolitano“ (die „Karibik von Salvador“), denn sie hat klares Wasser und eine familiäre Atmosphäre. Außerdem liegt sie gegenüber der historischen Igreja de Nossa Senhora das Neves.
Praia Grande
Die Praia Grande ist der größte und am besten ausgestattete Strand der Insel. Sie ist weitläufig und ruhig und bietet zudem einfache Strandbuden mit Meeresfrüchten.
Praia de Santana
Nahe einem der Ankunftsanleger hat die Praia de Santana ruhiges Wasser und vor allem viel lokales Kunsthandwerk zum Verkauf.
Itamoabo und Praia do Engenho
Itamoabo bietet eine rustikale Kulisse und ermöglicht so direkten Kontakt mit der lokalen Gemeinschaft. Die Praia do Engenho wiederum liegt direkt bei der Gemeinschaft Engenho de Maré.
Natur: Mata Atlântica und Mangroven
Die Insel bewahrt Abschnitte der Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald), Kokospalmenhaine, Bananenstauden und ausgedehnte Mangroven. Diese Mangroven beherbergen wiederum Vögel, Fische und Krebstiere, die vielen Familien den Lebensunterhalt sichern. Deshalb lohnt es sich, ein Fernglas mitzunehmen und die Schutzgebiete zu respektieren.
Quilombola-Gemeinschaften und Kunsthandwerk
Die Ilha de Maré hat 11 Gemeinschaften, wie zum Beispiel Santana, Praia Grande, Itamoabo, Botelho, Bananeiras und Martelo. Seit 2017 bildet übrigens ein Teil davon das Território Quilombola da Ilha de Maré, das vom Incra anerkannt ist. Laut der Volkszählung von 2010 bezeichneten sich etwa 93 % der Bewohner als Schwarze; daher gilt die Insel als das Stadtviertel Salvadors mit dem höchsten schwarzen Bevölkerungsanteil.
Die Wirtschaft beruht auf handwerklicher Fischerei, der mariscagem (dem Sammeln von Meeresfrüchten) und bäuerlicher Familienlandwirtschaft. Außerdem fertigen die Frauen die berühmte renda de bilro, Strohkörbe und das traditionelle doce de banana na palha.
Historische Kirchen
Die Igreja de Nossa Senhora das Neves, die mit einer alten Zuckermühle verbunden ist, gilt als eine der ältesten Kirchen Brasiliens. Einen Besuch wert ist auch die Igreja de Nossa Senhora de Santana im gleichnamigen Dorf. Zusammen zeigen sie den historischen Wert der Insel seit der Kolonialzeit.
Was Sie auf der Ilha de Maré unternehmen können
- Strand und Baden im Meer: vor allem an der Praia das Neves und an der Praia Grande.
- Ritt auf dem Esel: Die „jeguetour“ (Eselstour) führt über Pfade und durch Dörfer; da es keine Autos gibt, ist sie eine typische Art, sich fortzubewegen.
- Gastronomie: moqueca, caruru, Brühen und auch frische Meeresfrüchte an den Strandbuden.
- Kunsthandwerk: renda de bilro, Körbe und Süßigkeiten, direkt bei den Kunsthandwerkerinnen gekauft.
- Kombinieren Sie den Besuch mit: anderen Inseln der Bucht, wie etwa der Ilha dos Frades und der Ilha de Itaparica.
Praktische Tipps
- Nehmen Sie Bargeld mit, denn nicht alle Strandbuden akzeptieren Karten.
- Prüfen Sie Fahrzeiten und Preise der Boote vor der Abreise, da sie von den Gezeiten abhängen.
- Hinterlassen Sie keinen Müll und nehmen Sie weder Muscheln noch Korallen mit.
- Fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Menschen und religiöse Feste fotografieren.
Häufige Fragen zur Ilha de Maré
Wo liegt die Ilha de Maré?
Sie liegt in der Baía de Todos os Santos und gehört zur Gemeinde Salvador.
Außerdem liegt sie nahe Candeias und Madre de Deus.
Wie gelangt man zur Ilha de Maré?
Mit dem Boot ab dem Terminal São Tomé de Paripe in Salvador, in etwa 20 Minuten.
Auch ab Candeias und Madre de Deus gibt es Abfahrten.
Welcher ist der schönste Strand der Insel?
Die Praia das Neves ist der bekannteste Strand, mit klarem und ruhigem Wasser.
Die Praia Grande ist dagegen am besten ausgestattet.
Gibt es Unterkünfte auf der Ilha de Maré?
Es gibt nur wenige Möglichkeiten, und die Infrastruktur ist einfach.
Deshalb machen die meisten Besucher einen Tagesausflug ab Salvador.
Sind die Strände zum Baden geeignet?
Ja, mehrere haben ruhiges Wasser und eignen sich zum Baden.
Trotzdem sollten Sie stets den Hinweisen der Einheimischen folgen.
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