Das Convento das Mercês, früher auch eine Kaserne, beherbergt heute die Fundação da Memória Republicana Brasileira und wurde kürzlich zu einem der sieben Schätze von São Luís gewählt..

Bau und Gründung
Die Bauarbeiten begannen 1654, als die Mercedarier João Cerveira (aus Maranhão de Alcântara) und Marcos Natividade aus Belém in São Luís eintrafen. Ihnen schlossen sich die Brüder Manoel de Assunção, Antônio Nolasco und der Laie João das Mercês an. Das Gebäude wurde aus Stampflehm errichtet und mit Stroh gedeckt.
Im darauffolgenden Jahr wurden die Anlagen auf einem zusätzlichen Grundstück aus Stein und Kalk wieder aufgebaut und der Chor errichtet. Laut Professor Jomar Moraes „bildete der Convento das Mercês de São Luís und Alcântara, der aus dem Konvent von Pará hervorging, zusammen mit dem ersteren ein Vikariat, das der spanischen Provinz unterstand.
Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe für die verschiedenen restriktiven Maßnahmen, die der Orden erdulden mußte, einschließlich der absoluten Unterwerfung unter die bischöfliche Gewalt, was eine unbegrenzte Einmischung in die Verwendung seiner Güter einschloß.“

Convento das Mercês em São Luís do Maranhão EP 102:07

Convento das Mercês em São Luís do Maranhão EP 202:53
Vernachlässigung und neue Interventionen
Mit der Unabhängigkeit Brasiliens am 7. September 1822 begann der Verfall des Anwesens, das schließlich aufgegeben wurde. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude zum Sitz des Kleinen Seminars umgebaut.
Am 5. Mai 1905 wurde das Gebäude an die Regierung des Bundesstaates Maranhão verkauft, die weitere Veränderungen an der ursprünglichen Architektur vornahm, u.a. die Umkehrung der Fronten des Klosters und der angebauten Kirche (die dem Meer zugewandt war), so dass sie eine einheitliche Fassade erhielten.
Verantwortlich für diese Arbeiten war Oberstleutnant Zenóbio da Costa. Der Grund war einfach: Auf dem Gelände sollte das Hauptquartier der Militärpolizei und der Staatsfeuerwehr untergebracht werden, die dort bis Ende der 1980er Jahre blieben, als die Bataillone in ihr heutiges Hauptquartier verlegt wurden.
Nach dem Abzug der Milizen wurde das Gebäude zwischen 1987 und 1990, während der Amtszeit von Cafeteira, erneut renoviert. Der Haupteingang befindet sich in der Calle Jacinto Maia, geschützt durch Palmenbeete.

Restaurierung und kulturelles Erbe
Neben dem Kloster befindet sich die Cafua das Mercês. Bei den Renovierungsarbeiten wurden die das Gebäude verunstaltenden Anbauten entfernt und die ursprünglichen Bögen und der Brunnen freigelegt. Bei den Restaurierungsarbeiten wurden die Fundamente der abgerissenen Kirche gefunden.
Heute beherbergt das Convento das Mercês auf einer überbauten Fläche von 5.800 m² ein reichhaltiges Museum und eine bibliographische Sammlung und ist Schauplatz von kultureller und künstlerischer Veranstaltungen wie dem Maranhão Vale Festejar und dem São João Festival, das außerhalb der Saison in São Luís stattfindet.
Praktische Informationen
Convento das Mercês – Fundação da Memória Republicana Brasileira
Wo: Rua Jacinto Maia, Praia Grande, neben der Cafua das Mercês
Fazit
Das Convento das Mercês ist nicht nur ein historisches Gebäude, sondern auch ein wichtiges Symbol der Kultur und des Gedächtnisses von Maranhão, das das reiche kulturelle Erbe des Bundesstaates und seine Entwicklung über die Jahrhunderte repräsentiert.
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